Alle nachfolgenden Tipps (auch in den anderen Rubriken) sollten sie sich vor der Planung und Reise  durchlesen. Und sie sollten sie unterwegs immer dabei haben. Ich denke das sie einen guten Ratgeber abgeben.


Tipp Nr. 1: Sind sie fit genug für den Camino de la Costa?

Zu Fuß können sie den Camino de la Costa immer gehen, wenn es keine gesundheitlichen oder körperlichen Einschränkungen gibt (siehe Tipp Nr. 2). Die Erstürmung des Camino de la Costa mit dem Rad ist dagegen eine ganz andere Nummer. Das Rad ist keine Erleichterung, sondern - auch wenn sie fit sind - eine zusätzliche Gewichtsbelastung. Sie werden sehr schnell ihr Rad als Ballast empfinden, vor allen Dingen, wenn sie ständig absteigen müssen.

Testen sie daher ihre Radfitness: Suchen sie sich eine Steigung in der Nähe Ihrer Wohnstätte mit mindestens 10% Steigung auf ca. 500 m Länge. Fahren sie diesen Berg rauf und wieder runter und das 5 Mal.

Auswertung:

    1. Wenn sie schon beim ersten Rauffahren absteigen und schieben müssen: Vergessen sie den Camino de la Costa aber auch den Camino Frances der am Anfang und am Ende ähnlich steil ist. Sie werden beim Camino de la Costa täglich 10-15 mal solche (oft noch steilere) Berge bewältigen müssen. Wenn sie jedes mal das Fahrrad hinauf schieben müssen, dann werden sie langsamer sein als die meisten Fußgänger, denn sie müssen im Gegensatz zu diesen noch das Gewicht des Fahrrads mitschleppen. Sie sollten einen Camino wenn dann nur als Fußgänger angehen und dann am besten den Camino Frances.

    2. Wenn sie während des zweiten Rauffahrens absteigen und schieben müssen: Auch hier würde ich ihnen empfehlen den Camino de la Costa nicht zu nehmen. Den Camino Francis könnten sie allerdings mal versuchen mit dem Rad zu bewältigen, da hier die Steigungen nur am Anfang und am Ende vergleichbar sind mit den Auf und Ab auf dem Camino de la Costa. Ansonsten würde ich ihnen aber eher empfehlen den Camino de la Costa oder den Camino Francis als Fußgänger anzugehen.

    3. Wenn sie erst beim dritten oder vierten Mal absteigen und schieben müssen: Die Voraussetzung sind da, aber sie sollten sich klar machen, dass sie am Camino de la Costa solchen Berge bis zu 15 mal am Tag rauf und runterfahren werden. Trainieren sie auf jeden Fall noch solange bis sie 5 mal rauf und runter schaffen ohne abzusteigen.

    4. Wenn sie erst beim fünften Rauffahren absteigen und schieben müssen sind sie fit genug für den Camino de la Costa. Aber stellen sich darauf ein, dass sie das etwa 9-11 Tage lang mindestens doppelt so häufig machen dürfen, das der Test nur eine Farce ist im Vergleich zur Wirklichkeit.

Auf folgendes müssen sie sich vorbereiten, egal ob sie topfit oder nur ein bisschen fit sind:

Sie werden auf dem Camino de la Costa am ersten Tag noch Bäume ausreißen, vielleicht auch noch am zweiten Tag ein paar Bäumchen, aber spätestens ab dem dritten Tag werden sie von Tag zu Tag schwer abbauen. Und das wird etwa bis zum 6 oder 7 Tag so anhalten. Das muss sie nicht beunruhigen, das ist völlig normal. Sie werden zwar nie wieder die Leistungsfähigkeit der ersten 1-2 Tage erreichen, aber etwa nach einer Woche tritt ein Gewohnheits- und Stagnationseffekt ein, d. h. der Anblick der nicht enden wollenden Steigungen macht ihnen nichts mehr aus und ihre Leistungsfähigkeit sinkt nicht weiter ab bzw. stagniert bzw. steigt sogar wieder ein wenig an (zumindest werden sie das Gefühl haben). Das liegt vielleicht zum einen daran, dass sie in der Woche ein klitzekleines bisschen fitter geworden sind. Aber eher nicht. Tatsächlich werden sie wahrscheinlich feststellen, das ihr Ruhepuls um 10 bis 15 Schläge nach oben gegangen ist, da ihr Körper ständig am Limit, im anaeroben Bereich arbeitet und dadurch letztendlich an Fitness verliert. Der Hauptgrund warum es plötzlich einfacher geht, liegt in Ihrer Psyche, an der Gewohnheit und an einer Art Resignation. Aber egal woran es liegt: es hilft, dass ist die Hauptsache.



Tipp Nr. 2: Gesundheitscheck

Bevor sich einen Camino vornehmen, egal welchen, machen sie bitte einen Gesundheitscheck bei Ihrem Arzt:

-körperlicher Überblick (z. B. BMI; ab einem BMI von 30 würde ich vom Camino de la Costa dringend abraten, ebenso bei einem Alter von über 70 Jahren, obwohl ich 80 jährige kenne die noch Marathon laufen, aber das sind Ausnahmen die die Regel nur bestätigen).

-Blutdruckwerte (bei Werten von über 150/90 muss der Arzt im Einzelfall entscheiden, aber ich denke der komplette Camino de la Costa, dürfte dann ein paar Nummern zu schwer werden; u. U. Sollte man hier über ein Verkürzung der Strecke nachdenken, z. B. bei Fahrrad ab Ribadeo bzw. zu Fuß ab Villalba; Achtung in diesem Falle brauchen sie jeden Tag zwei Stempel)

-bei orthopädische Probleme muss ebenfalls der Arzt im Einzelfall entscheiden, u. U. Sollte man hier über ein Verkürzung der Strecke nachdenken, z. B. bei Fahrrad ab Ribadeo bzw. zu Fuß ab Villalba; Achtung in diesem Falle brauchen sie jeden Tag zwei Stempel)

Weitere Empfehlung meinerseits:

ca. 1 Woche vor Start:

-Großes Blutbild

-EGK - speziell QT-Werte

(Bildquelle. Uni Heidelberg)

Bei einem Blutbild das auf eine Infektion hindeutet oder schlechten EKG-Werten, vor allen Dingen bei einem verlängerten QT Intervall, sollten sie den Camino de la Costa in keinem Fall antreten. Dasselbe gilt wenn sie Medikamente folgender Listen "http://www.azcert.org/medical-pros/drug-lists/drug-lists.cfm"  täglich zu sich nehmen müssen oder aber bis 4 Wochen vor Antritt des Camino eingenommen haben. Sollten sie während der Fahrt oder während des Wanderns an einer Infektion (Grippe, Hals- und Mandelentzündung, etc) erkranken und eine Medikament (wahrscheinlich ein Antibiotika) von der o. g. Liste einnehmen müssen sollten sie den Camino ebenfalls umgehend beenden. Machen sie keine Experimente mit ihrer Gesundheit und ihrem Leben.

Achten sie auf eine noch ausreichende Tetanusimpfung, denn sie werden sich sicher des Öfteren verletzen. Für Personen über 60 und Asthmatikern empfehle ich außerdem eine Pneumokokken-und Grippe-Impfung. Und wenn sie gerne aus öffentlichen Brunnen trinken oder gerne mal rohe Meerestiere essen, sollte sie auch über eine Hepatitis A-Impfung nachdenken.

Bei Bahn- und Busfahrt (Hinreise- bzw. Rückreise): Schlucken Sie am Tag der Hin- bzw. Rückreise je nach Körpergröße eine viertel/halbe Aspirin (125-250 mg), um ihr Blut zu verdünnen und einer Reise-Venenthrombose vorzubeugen. Auch bei Flugreisen die länger als 4 Stunden dauern empfehle ich dies.


Tipp Nr. 3: Pilgerausweis

Vergessen sie nicht ihren Pilgerausweis rechtzeitig abzuholen oder sich zusenden zu lassen. Offizielle – von der Jakobus-Gesellschaft in Santiago ausgegebene – Pilgerausweise erhalten sie u. a. bei:

-Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V.

-St. Jakobusbruderschaft Trier und Düsseldorf

-diverse Kirchen und deren Läden sowie kirchliche Vereine: z. B. In NRW der Münsterladen in Bonn, Santiago-Freunde Köln, Jakobsfreunde Paderborn, Domforum Köln, etc. In Spanien können auch viele Herbergen den Ausweis ausstellen.

Online können sie den Pilgerausweis (Pilgerpass, Credencial) hier ordern:

a) http://www.santiagofreunde.de/

b) http://www.deutsche-jakobus-gesellschaft.com/40710/41897.html

Beachten sie dass diese Kirchen und Vereine dies ehrenamtlich machen. Eine kleine Spende von 5 oder 10 EUR sollte ihnen der Ausweis schon wert sein.

Früher brauchte man noch ein Empfehlungsschreiben. Das ist heutzutage nicht mehr notwendig.

Denken sie daran: Wenn sie nur die letzten 200 km (ab z. B. Ribadeo) mit dem Rad zurück legen bzw. nur die letzten 100 km zu Fuß (z. B. am Vilalba), dann brauchen sie jeden Tag zwei Stempel.




Tipp Nr. 4: Pilgerzeichen und -Schilder

Die Auszeichnung des Jakokobswegs ist für Radfahrer denkbar schlecht. Die meisten Schilder sind für Fuß Pilger gedacht und auf dem Camino de la Costa sind sogar diese Schilder manchmal fehlerhaft oder es ist besser Ihnen nicht zu folgen (wie den Schildern kurz nach der Ausfahrt aus Soto de Luina, wo die Zeichen auf einen zugewachsenen, überaus steilen und für ältere und weniger fitte Personen gefährlichen Weg verweisen, den sie auf keinen Fall gehen sollten).

Neben der Jakobsmuschel gibt es noch die gelben Pfeile als Wegzeichen. Doch oft sind diese widersprüchlich zu den Schildern oder aber es gibt mehrere Pfeile mit verschiedenen Richtungen, weil irgendwelche Idioten absichtlich irreführende Pfeile gemalt haben.

Leider kann man sich abschließend nur auf das Navigationgerät oder das Smartphone oder die Karten verlassen, da sogar manchmal die Schilder in die verkehrte Richtung zeigen oder gar absichtlich verstellt wurden.






Tipp Nr. 5:
Rucksack oder Fahrradtaschen?

siehe Fahrradtipps



Tipp Nr. 6: Gepäck

Nehmen sie so wenig Gepäck mit wie möglich mit. Versuchen sie unter 10 kg zu bleiben. Egal ob sie wandern oder Radfahren. Jedes Kilo das sie einsparen erhöht ihre Chancen. Nur Anfänger schleppen einen Rucksack oder eine Satteltasche mit mehr als 11 Kilo mit sich herum. Ich habe dem Thema ein eigenes Kapitel gewidmet (siehe oben: Packliste)



Tipp Nr. 7: Pilgerführer

Pilgerführer zusätzlich zu meinem hier vorliegenden Führer (E-Books oder online) z. B. vom Stein-Verlag oder Rotherverlag sind immer zu empfehlen, allerdings nicht der Weisheit letzter Schluss, da oft genaue Straßenangaben fehlen und die Wegbeschreibungen nicht immer leicht verständlich oder schlüssig, ja manchmal sogar verwirrend sind. Und weicht man mal von den Angaben ab (oder missversteht sie und biegt falsch ab), steht man ganz schnell auf den Schlauch. Außerdem sind sie in erster Linie für Fußgänger geschrieben und daher für Radfahrer nur selten wirklich brauchbar. Zwar sprechen einige Führer von „Tipps für Radfahrer“, aber diese sind oft sehr rudimentär oder einfach wenig hilfreich. Machen sie daher vorher entweder eigene Routenpläne mit Hilfe eines Routenplaners, wo sie auch Fahrradpläne erstellen können) oder nutzen sie meine Routenpläne.



Tipp Nr. 8: Kaufen sie sich ein Smartphone!

Kaufen sie sich ein Smartphone, wie z. B. Samsung Galaxy S1 oder S2, HTC Desire oder Sensation oder Titan, LG P970 oder P990 oder Motorola Defy, etc. etc. sowie jeweils ein Ersatzakku dazu und ein stabiles Etui (z. B. Otterbox). Okay, das ist nicht billig und kann schnell mal, 300 EUR kosten. Aber sie werden mir für diesen Tipp noch oft danken!!! Und ihrem Smartphone sowieso.

Sinnvolle Features eines Smartphones:

-mindestens 3,5 Zoll Display (bis maximal 5 Zoll, da sonst zu groß; also kein Ipad oder tablet-pc mitnehmen)

-mindestens 1 Ghz Prozessor

-mindestens Android 2.2 Froyo (besser höher)

-Internetfähig (am besten Datenflatrate besorgen, zumindest für die Zeit in Spanien, Achtung Roaminggebühren)

-Wlanfähig (wenn sie in Hotels übernachten können sie in der Regel WLAN kostenlos benutzen)

-Apps: Google Navigation und Maps sowie Wetter-Apps (alles drei oft schon vorinstalliert), Google Übersetzer und ein Barcode-Programm z. b. Codecheck. Alle diese Programme sind in der Regel kostenlos.

-mindestens 5 Megapixel-Kamera und am besten HD-fähig und Autofokus

Das Smartphone ersetzt einen Video- und Photo-Kamera, ein Notebook (wobei ich nicht verstehen kann, wie man ein schweres Notebook auf die Pilgerreise mitnehmen kann) mit Internet und Emailanschluss, ein Navigationsgerät und Landkarten und ein Handy/Telefon.


Wofür sie es brauchen?

-Wetterauskunft; So können sie morgens planen ob sie lange oder kurze Hosen anziehen oder eine Regenjacke brauchen oder nicht, etc.

-Routenplanung mit dem Navigationsgerät und/oder mit dem Internet und Routenplaner.

-Wenn sie sich verfahren haben, können Sie mit Hilfe des Navigationsgeräts den kürzesten Weg zurück finden (und sie werden sich verfahren!) oder Alternativ-Routen suchen falls sie z. B. nicht so weit gekommen (oder weiter gekommen) sind, als wie auf ihren ausgedruckten Routenplan geplant.

-Sie haben stets eine Kamera für Photos und Videos zur Hand

-Sie können jederzeit über das Internet Bus- und Bahnverbindungen abfragen und auch reservieren.

-Sie können - bis wenige Minuten vor erreichen eines Hotel – über das Internet und booking.com ein Hotelzimmer reservieren, wofür sie noch oft dankbar sein werden.

-Sie können mit dem Google Übersetzer jederzeit spanische Vokabeln abfragen oder mit den Spaniern im Zweifelsfalle kommunizieren.

-Sie können mit einem Barcode-Programm im Supermarkt feststellen, was sie da eigentlich (z. b. zum essen) kaufen (Artikelart, Inhalt, Inhaltsstoffe, etc.).

-Sie können mit dem Handy jederzeit Hilfe rufen (über Notrufnummer 112 in Spanien)

-Sie sind (mit Google Reader z. B.) immer auf dem neuesten Stand, was zuhause (in Deutschland) abgeht.

-Sie können ein Online-Tagebuch führen

-Sie können das nächstgelegene Krankenhaus, den nächsten Arzt und die nächste Apotheke, den nächsten Supermarkt,etc. finden.

Und ausserdem können sie skypen, im Internet surfen, Emails verschicken oder auch in langeweiligen Momenten damit spielen (Solitär, Schach, Ego-shooter, etc.)


Tipp Nr. 9: Fahrradunterbringung / Fahrradmitnahme in Bus und Bahnen.

siehe Fahrradtipps



Tipp Nr. 10: Wieviele Kilometer kann ich pro Tag fahren?

Jeder ist anders und auch die körperliche Fitness ist bei jedem so individuell, dass man zur täglichen Km-Zahl keine genaue Ansagen machen kann. Aber ich habe die Erfahrung gemacht (und die anderen Radpilger haben mir das bestätigt) das man gut 8 Stunden mit Pausen auf dem Rad sitzen kann. Ihr Fahrzeit pro Tag sollte also um die 7 Stunden reiner Fahrzeit liegen + Pausen. Nach 8 Stunden Gesamtfahrzeit macht sich allerdings oft der extreme Wassermangel, den man auch mit viel trinken nicht mehr ausgleichen kann, erheblich bemerkbar durch Krämpfe in Armen und Beinen. Hinzu kommen Rückenschmerzen und sonstige physische und psychische Erschöpfungserscheinungen. Wenn das passiert, dann sollten sie die Fahrt für diesen Tag beenden. Die Erschöpfungszeichen treten vielleicht nicht an jedem Tag auf, aber es reicht ein Tag der Überbelastung und die nächsten Tage werden deutlich schwieriger.

Auf (im Vergleich zum Camino de la Costa) „flachen“ Teilstücken des Caminon Frances können sie täglich innerhalb von 7 Stunden reiner Fahrzeit locker über 100 Kilometer am Tag zurücklegen (Durchschnittsgeschwindigkeit ca. 15 km/h), auf dem steil-welligen Terrain des Camino de la Costa ist das nicht möglich, es sei denn sie haben die Fitness eines Tour-de-France-Siegers. Mit viel Mühe können sie am Anfang der Pilgerfahrt – wenn sie noch voller Kraft und Saft sind - etwa 80-90 km in 8 Stunden (minus Pausen = 7 Stunden reale Fahrzeit = ca. 12-13 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit) zurücklegen; wenn alles passt und sie die Abfahrten volle Pulle fahren. Später werden sie das aber nicht mehr schaffen. Da sie in den ersten Tagen deutlich abbauen bis sie sich wenigstens ein wenig an das ständige auf und ab gewöhnt haben, werden sie im Mittelteil der Pilgerfahrt (vom 3 bis 8 Tag) kaum mehr als 70 Km in 8 Stunden schaffen. Erst gegen Ende der Pilgerreise werden sie wieder Kraft gewinnen (rein psychisch, weniger physisch)..


Ich denke aber das 60 km pro Tag immer drin sein sollten, sofern sie einigermassen fit und unter 50 Jahre alt sind. 60 Km bedeuten bei 8 Stunden Fahrt (davon 1 Stunde Pause = reale 7 Stunden Fahrt) einen Schnitt von knapp 9 km/h (ein Fussgänger erreicht etwa 5-6 km/h). Das erscheint ihnen vielleicht für radfahren wenig, aber auf dem Camino de la Costa ist das schon was... Sie sollten außerdem früh starten (spätestens gegen 11:00 Uhr, damit sich auch bei 9 bis 10 Stunden Fahrt  noch vor Sonnenuntergang gegen (etwa 21.00 Uhr im Sommer) ankommen). Sie sollten auch mindestens 2 x für 20-30 Minuten eine Pause einlegen (am besten gegen Mittag und Nachmittag), eher noch eine mehr. Wichtig ist auch das sie viel trinken (möglichst kohlensäurearmes Wasser, aber auch hin und wieder etwas Cola oder Milch, bzw. Trinkjoghurt) und gut aber nicht zu fettig frühstücken. Lieber etwas Kohlenyhdratehaltiges, dass den Magen nicht belastet. Ein Fahrer aus Italien den ich auf dem Camino getroffen habe, hat sich der vor und während der Fahrt nur mit einem Gel ernährt, wie es die Spitzensportler bei der Tour de France benutzen. Aber ich denke das ist etwas übertrieben.

Letztendlich ist jeder anders. Sie sollten versuchen jeden Tag 6-8 Stunden im Sattel zu sitzen und in dieser Zeit 60 bis 70 km pro Tag zu fahren (dann können sie auch meine Pläne benutzen) und das ist eigentlich auch für ältere Semester bis 50 oder 55 Jahren gut zu schaffen. Aber wenn sie ein oder zweimal nur 50km schaffen oder schon mal nach 4 oder 5 Stunden schlapp machen, dann ist das auch kein Beinbruch. Sollte das jedoch häufiger vorkommen oder sollten sie mehrfach weniger als 40 km pro Tag schaffen, dann sollten sie die Pilgerfahrt mit Fahrrad noch mal stark überdenken. Immerhin gibt es Fusspilger, die solche Strecken in weniger als 7 Stunden gehen; inkl. mehrerer Pausen. Selbst auf dem Camino de la Costa.